Sachverständige ordnen technische und handwerkliche Sachverhalte neutral, strukturiert und nachvollziehbar ein. Das Ziel ist, Feststellungen zu erfassen und fachlich zu bewerten – nicht Schuld zu klären oder Entscheidungen zu treffen.
Diese Seite hilft dabei, sachverständige Bewertungen richtig zu verstehen: Was eine Bewertung leisten kann, wo ihre Grenzen liegen – und welche Denkfehler häufig zu falschen Erwartungen führen.
Die häufigste Ursache für Ärger: Ebenen werden durcheinandergebracht.
Nachvollziehbarkeit entsteht durch klare Trennung einzelner Ebenen. Werden Wahrnehmung, Bewertung und Schlussfolgerung vermischt, entstehen Missverständnisse – und Erwartungen, die ein Gutachten gar nicht erfüllen kann.
Für Auftraggeber hilft dieses Raster, Aussagen besser einzuordnen.
Feststellungen beschreiben den vorgefundenen Zustand zu einem bestimmten Zeitpunkt. Sie beruhen auf Beobachtung, Messung und Dokumentation – nicht auf Vermutungen.
Auf Basis der Feststellungen erfolgt die fachliche Einordnung: Plausibilität, technische Zusammenhänge, typische Ursachenketten, Kontext und Erfahrung.
Schlussfolgerungen beantworten die fachlichen Fragen des Auftrags – mit Grenzen, Annahmen und Abwägungen. Sie bleiben bewusst auf der fachlichen Ebene.
Je klarer Unterlagen und Ablauf, desto belastbarer die Einordnung.
Hinweis: Diese Inhalte dienen der allgemeinen fachlichen Einordnung der sachverständigen Arbeitsweise. Sie ersetzen keine Rechtsberatung und keine individuelle Einzelfallprüfung.
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