Lophira alata · Bongossi · Ekki · Wasserbau · Brückenbau · Konstruktionsholz
Azobé / Bongossi – Eigenschaften, Dauerhaftigkeit und Verwendung des extrem schweren Konstruktionsholzes
Azobé beziehungsweise Bongossi gehört zu den schwersten, härtesten und widerstandsfähigsten kommerziell genutzten Konstruktionshölzern. Die Kombination aus hoher Rohdichte, großer Druck- und Biegefestigkeit sowie hoher natürlicher Dauerhaftigkeit macht das Holz besonders für stark beanspruchte Außen- und Wasserbaukonstruktionen interessant.
Typische Einsatzbereiche sind Hafen- und Brückenbau, Schwimmstege, Spundwände, Pfähle, Kläranlagen, Lärmschutzwände und hoch belastete Industrieböden. Im klassischen Möbelbau spielt Azobé dagegen kaum eine Rolle: Gewicht, Härte, Wechseldrehwuchs und schwierige Bearbeitung begrenzen den wirtschaftlich sinnvollen Einsatz deutlich.
Die außergewöhnliche Widerstandsfähigkeit darf dennoch nicht vereinfacht werden. Splint, Vorverkernungszone und Kernholz besitzen unterschiedliche Dauerhaftigkeit. Ebenso ersetzt die Holzart bei tragenden Konstruktionen weder Festigkeitssortierung noch Bemessung.
Handelsnamen
Azobé, Bongossi und Ekki bezeichnen dasselbe Handelsholz
Die botanische Bezeichnung der hauptsächlich gehandelten Holzart lautet Lophira alata. Je nach Land und Handelsregion werden dafür unterschiedliche Namen verwendet. Im deutschsprachigen Raum sind Azobé und Bongossi besonders geläufig, im englischsprachigen Handel unter anderem Ekki beziehungsweise Red Ironwood.
Azobé
In Deutschland und Frankreich gebräuchliche Handelsbezeichnung für das Holz von Lophira alata.
Bongossi
Ebenfalls verbreitete Handelsbezeichnung, insbesondere mit Ursprung in west- und zentralafrikanischen Handelsregionen.
Ekki / Red Ironwood
Im englischsprachigen Raum sind Ekki und Red Ironwood häufig verwendete Bezeichnungen für dasselbe Handelsholz.
Materialprofil
Technische Eigenschaften von Azobé / Bongossi
Azobé besitzt außergewöhnlich hohe Dichte- und Festigkeitswerte. Lufttrockenes Holz kann mehr als eine Tonne pro Kubikmeter wiegen. Frisches Holz ist nochmals schwerer.
| Merkmal | Typischer Bereich | Praktische Bedeutung |
|---|---|---|
| Botanische Art | Lophira alata | Ochnaceae, tropisches West- bis Zentralafrika |
| Kurzzeichen DIN EN 13556 | LOAL | normierte Holzartenbezeichnung |
| Gewicht frisch | ca. 1.200–1.300 kg/m³ | frisches Holz ist extrem schwer |
| Rohdichte lufttrocken | ca. 1,02–1,15 g/cm³ | gehört zu den sehr schweren Nutzhölzern |
| Druckfestigkeit | ca. 87–108 N/mm² | sehr hohe Belastbarkeit unter Druck |
| Biegefestigkeit | ca. 141–183 N/mm² | sehr hohe mechanische Leistungsfähigkeit |
| Elastizitätsmodul | ca. 15.000–21.600 N/mm² | hohe Steifigkeit |
| Brinell-Härte quer zur Faser | ca. 53–65 N/mm² | sehr harte und verschleißfeste Oberfläche |
| Natürliche Dauerhaftigkeit | typisch Klasse 1–2, variabel | sehr hohe Widerstandsfähigkeit des Kernholzes |
Azobé ist kein „besonders gutes Möbelholz“, sondern ein Spezialwerkstoff: Seine Stärken liegen dort, wo außergewöhnliche mechanische Belastbarkeit und hohe Dauerhaftigkeit wichtiger sind als geringes Gewicht und einfache Bearbeitung.
Farbe und Struktur
Dunkles, grobporiges Holz mit starkem Wechseldrehwuchs
Kernholz
Das Kernholz ist zunächst tief rot- bis rotbraun und kann eine leicht violette Tönung zeigen. Mit der Zeit dunkelt es bis zu einem kräftigen Dunkelbraun nach.
Splintholz
Der Splint ist vergleichsweise schmal und deutlich heller. Zwischen Splint und Kern kann eine rosabraune Vorverkernungszone liegen.
Grobe Poren
Die wenigen, aber großen Gefäße erzeugen eine deutlich sichtbare Porenstruktur. Helle Ablagerungen können innerhalb der Poren auffallen.
Wechseldrehwuchs
Der Faserverlauf ist häufig stark und unregelmäßig wechseldrehwüchsig. Das beeinflusst sowohl die Optik als auch die Bearbeitung.
Dunkelt nach
Frisch bearbeitete Flächen können deutlich heller erscheinen als ältere Bauteile. Außen vergraut die Oberfläche bei freier Bewitterung.
Technischer Charakter
Aufgrund der groben Struktur und extremen Dichte wird Azobé meist als konstruktives und weniger als dekoratives Ausstattungsholz eingesetzt.
Eine seiner größten Stärken
Wie dauerhaft ist Azobé / Bongossi?
Das Kernholz besitzt eine hohe bis sehr hohe natürliche Widerstandsfähigkeit gegenüber holzzerstörenden Pilzen und verschiedenen Holzschädlingen. Je nach Materialbereich und Einordnung werden Werte im Bereich der Dauerhaftigkeitsklassen 1 bis 2 angegeben.
Kernholz
Das ausgebildete Kernholz besitzt die höchste natürliche biologische Widerstandsfähigkeit.
Vorverkernungszone
Die Übergangszone zwischen Splint und voll ausgebildetem Kern kann eine deutlich geringere Dauerhaftigkeit besitzen.
Splintholz
Die hohe Dauerhaftigkeit des Kernholzes darf nicht pauschal auf den Splint übertragen werden.
Erdkontakt
Geeignetes Kernholz wird aufgrund seiner natürlichen Widerstandsfähigkeit auch für Pfähle und Bauteile mit Bodenkontakt eingesetzt.
Süßwasser
Der Wasserbau gehört zu den klassischen Einsatzbereichen. Hohe Dichte und Widerstandsfähigkeit machen Azobé für dauerhaft beanspruchte Bauteile interessant.
Meerwasser
Auch gegenüber marinen Holzzerstörern kann Azobé eine gute Widerstandsfähigkeit besitzen. Die tatsächliche Beständigkeit hängt jedoch von Gewässer, Klima und Organismen ab.
Hohe Werkzeugbeanspruchung
Warum Azobé deutlich schwieriger zu bearbeiten ist
Die Kombination aus hoher Rohdichte, großer Härte und teilweise starkem Wechseldrehwuchs macht die maschinelle Bearbeitung anspruchsvoll. Maschinenleistung, Werkzeugqualität und Schnittführung müssen zum Material passen.
Sägen
Für größere Querschnitte sind leistungsfähige Maschinen und geeignete scharfe Werkzeuge erforderlich.
Hobeln
Wechseldrehwuchs kann trotz hoher Holzdichte zu Ausrissen führen. Die Faserrichtung lässt sich nicht immer über längere Bereiche eindeutig verfolgen.
Bohren
Der hohe Bearbeitungswiderstand verlangt geeignete Bohrer, ausreichende Leistung und kontrollierten Vorschub.
Vorbohren
Für Schraub- und Nagelverbindungen muss beziehungsweise sollte Azobé grundsätzlich vorgebohrt werden.
Verklebung
Die Qualität von Klebeverbindungen hängt stark von einer einwandfrei bearbeiteten Oberfläche, geeigneter Holzfeuchte und dem eingesetzten Klebstoffsystem ab.
Arbeitsschutz
Wie bei anderen Harthölzern sind leistungsfähige Absaugung, geeigneter Atemschutz und die allgemeinen Regeln für Holzstaubexposition zu beachten.
Ein Werkstoff kann technisch sehr leistungsfähig und gleichzeitig handwerklich ausgesprochen unwirtschaftlich zu bearbeiten sein. Azobé ist dafür ein gutes Beispiel.
Langsam trocknendes Hartholz
Azobé muss besonders schonend getrocknet werden
Das sehr dichte Holz gibt Feuchtigkeit nur langsam ab. Technische Trocknungsprozesse müssen entsprechend vorsichtig geführt werden. Mit größeren Querschnitten nimmt das Risiko von Rissen, inneren Spannungen und Verwerfungen zu.
Langsame Trocknung
Hohe Rohdichte und geringe Durchlässigkeit führen zu langen Trocknungszeiten.
Rissrisiko
Unterschiedliche Feuchten zwischen Rand und Kern können hohe Spannungen erzeugen und Rissbildung begünstigen.
Verwerfen
Wechseldrehwuchs und ungleichmäßiger Faserverlauf können Formänderungen während und nach der Trocknung verstärken.
Große Querschnitte
Massive Balken und Pfähle reagieren anders als dünne Brettquerschnitte und benötigen deutlich längere Feuchteausgleichszeiten.
Innenrisse
Äußerlich unauffällige Querschnitte können innere Spannungen oder Risse besitzen. Material und Einsatzzweck müssen deshalb zusammen betrachtet werden.
Holzfeuchte dokumentieren
Bei passungs- oder dimensionskritischen Anwendungen ist der vorhandene Feuchtezustand bei Bearbeitung und Einbau wesentlich.
Klassischer Spezialbereich
Warum Azobé im Wasser-, Hafen- und Brückenbau eingesetzt wird
Hafenbau
Pfähle, Fender, Schutzkonstruktionen und andere hoch belastete Bauteile profitieren von hoher Festigkeit und natürlicher Widerstandsfähigkeit.
Brücken
Bongossi wird für belastete Brückenkonstruktionen, Fahrbahnbohlen und weitere Ingenieurholzbauteile verwendet.
Schwimmstege
Feuchtebelastung und hohe mechanische Beanspruchung treffen hier unmittelbar zusammen – ein typischer Anwendungsbereich für schwere dauerhafte Harthölzer.
Spundwände
Große Querschnitte und die Eignung für dauerhaften Wasser- oder Bodenkontakt ermöglichen den Einsatz in Ufer- und Wasserbaukonstruktionen.
Kläranlagen und Kühltürme
Bereiche mit hoher und dauerhafter Feuchtebeanspruchung gehören ebenfalls zu den klassischen technischen Anwendungen.
Lärmschutz und Pfähle
Hohe Dauerhaftigkeit und mechanische Belastbarkeit ermöglichen langlebige Außenkonstruktionen mit großen Querschnitten.
Druck, Stoß und Verschleiß
Weitere Anwendungen für besonders hohe mechanische Beanspruchungen
Industrieböden
Hohe Härte und Druckfestigkeit machen Azobé für stark belastete Holzpflaster- und Industrieböden interessant.
Gleitleisten
Mechanisch stark beanspruchte technische Holzbauteile können von der hohen Verschleißfestigkeit profitieren.
Schwere Werkzeuge
Für einzelne Werk- und Geräteteile kann die Kombination aus Härte, Gewicht und Widerstandsfähigkeit gezielt genutzt werden.
Stall- und Nutzbauten
In hoch beanspruchten Bereichen werden widerstandsfähige Hartholzelemente für Böden, Einfassungen und Schutzkonstruktionen verwendet.
Schwellen
Hohe Druckfestigkeit und natürliche Dauerhaftigkeit prädestinieren das Material für bestimmte schwere Auflager- und Schwellenkonstruktionen.
Nicht für jede Anwendung sinnvoll
Wo die extremen Eigenschaften nicht benötigt werden, können Gewicht, Werkzeugverschleiß und Bearbeitungsaufwand gegen den Einsatz sprechen.
Tragende Konstruktionen
Hohe Tabellenwerte ersetzen keine Festigkeitssortierung
Azobé besitzt außergewöhnlich hohe Festigkeitswerte. Ein konstruktiver Balken darf dennoch nicht allein aufgrund seiner Holzart mit diesen Werten bemessen werden. Für tragende Anwendungen sind die erforderliche Sortierung, Herkunft, Produktqualität und Zuordnung zu einer Festigkeitsklasse maßgeblich.
Fehlerfreie Probe ≠ Bauholz
Tabellenwerte werden häufig an definierten kleinen Proben ermittelt. Ein reales Bauteil kann Faserabweichungen, Risse, innere Fehlstellen und andere Merkmale enthalten.
Diese Einflüsse müssen bei tragenden Konstruktionen über eine geeignete Sortierung berücksichtigt werden.
EN 1912 und Festigkeitsklasse
Für tragende tropische Laubhölzer bestehen Zuordnungen zwischen Holzart, Herkunft, Sortierklasse und Festigkeitsklasse.
Die Aussage „Azobé“ allein stellt daher noch keinen statischen Nachweis dar.
Ein sehr festes Holz ist nicht automatisch ein bereits festigkeitssortiertes Bauprodukt.
Material und Konstruktion untersuchen
Typische Auffälligkeiten bei Azobé-Bauteilen
Trocknungsrisse
Große Querschnitte können aufgrund langsamer Trocknung und innerer Spannungen erhebliche Risse entwickeln.
Verdrehungen
Ausgeprägter Wechseldrehwuchs kann Verwerfungen und Verdrehungen begünstigen.
Innenrisse
Einzelne Fehlstellen können im Querschnitt verborgen liegen und erst beim Sägen, Bohren oder durch spätere Beanspruchung sichtbar werden.
Splintbereiche
Wird weniger dauerhaftes Splintholz mit der Widerstandsfähigkeit des Kernholzes gleichgesetzt, kann die Materialbewertung falsch ausfallen.
Verbindungsschäden
Fehlendes Vorbohren, ungeeignete Verbindungsmittel oder hohe Montagekräfte können Risse und Schäden an Befestigungspunkten begünstigen.
Biologische Schäden
Auch bei sehr dauerhaftem Holz muss eine sichtbare Schädigung bauteilbezogen untersucht werden. Dauerhaftigkeit bedeutet keine absolute Immunität.
Einordnung zu anderen schweren Hölzern
Azobé im Vergleich zu Bangkirai und anderen dauerhaften Harthölzern
Azobé und Bangkirai
Beide sind schwere, natürlich dauerhafte Tropenhölzer. Azobé ist typischerweise noch dichter und besitzt einen deutlich stärkeren Schwerpunkt im schweren Ingenieur- und Wasserbau.
Azobé und Robinie
Robinie besitzt ebenfalls eine hohe natürliche Dauerhaftigkeit, erreicht jedoch andere Dimensionen und ein anderes Eigenschaftsprofil als das sehr schwere Azobé.
Azobé und Ipé / Cumaru
Auch andere tropische Harthölzer besitzen hohe Dichten und Dauerhaftigkeit. Ihre Verfügbarkeit, Eigenschaften, Sortimente und typischen Einsatzbereiche unterscheiden sich jedoch deutlich.
Herkunft und Beschaffung
Bei Azobé gehört eine nachvollziehbare Lieferkette zur Materialauswahl
Lophira alata stammt aus den feuchten tropischen Wäldern West- und Zentralafrikas. Aufgrund der intensiven historischen und aktuellen Nutzung natürlicher Bestände sollte bei neuer Ware neben den technischen Eigenschaften auch die nachvollziehbare Herkunft berücksichtigt werden.
Botanische Art benennen
Bei technischen Anwendungen sollte die Produktbeschreibung möglichst eindeutig auf Lophira alata beziehungsweise die entsprechende normierte Holzartenbezeichnung verweisen.
Lieferkette dokumentieren
Herkunfts- und Lieferunterlagen sind bei tropischen Hölzern ein wesentlicher Bestandteil verantwortungsvoller Beschaffung.
Zertifizierung
Geeignete Zertifizierungen können zusätzliche Informationen zu Waldbewirtschaftung und Lieferkette liefern. Entscheidend ist immer der konkrete produktbezogene Nachweis.
Fachliche Einordnung
Azobé-Bauteile systematisch beurteilen
Holzart, Splint- und Kernanteil, Dimensionen, Faserverlauf, Risse und sichtbare Besonderheiten dokumentieren.
Wasser-, Erd- oder Außenkontakt sowie mechanische Belastungen und konstruktive Randbedingungen erfassen.
Bohrungen, Schrauben, Bolzen, Kontaktflächen und vorhandene Rissbildung an den Verbindungspunkten untersuchen.
Allgemeine Holzartkennwerte, tatsächliche Materialqualität, Festigkeitssortierung und statische Bemessung nicht miteinander verwechseln.
Fachliche Grundlagen
Technische Holzartenprofile und botanische Einordnung
GD Holz
Das aktuelle Holzartenprofil beschreibt Lophira alata, Handelsnamen, Rohdichte, Festigkeitswerte, Bearbeitung, Trocknung, Dauerhaftigkeit und typische technische Verwendungsbereiche.
DIN EN 350
Für Aussagen zur natürlichen biologischen Dauerhaftigkeit sind Kernholz, Splint und konkrete Widerstandsfähigkeit getrennt zu betrachten.
Kew / botanische Einordnung
Lophira alata ist eine anerkannte Art der Familie Ochnaceae mit natürlichem Verbreitungsgebiet in den tropischen Regionen West- und Zentralafrikas.
Häufige Fragen
Fragen zu Azobé, Bongossi und Lophira alata
Ist Azobé dasselbe wie Bongossi?
Ja. Azobé und Bongossi sind verbreitete Handelsnamen für das Holz von Lophira alata. Im englischsprachigen Handel sind auch Ekki und Red Ironwood üblich.
Wie schwer ist Azobé?
Lufttrockenes Azobé besitzt typischerweise eine Rohdichte von ungefähr 1,02 bis 1,15 g/cm³. Frisches Holz kann etwa 1.200 bis 1.300 kg/m³ wiegen.
Schwimmt Azobé?
Aufgrund seiner sehr hohen Dichte kann Azobé je nach Feuchtezustand eine Dichte oberhalb der von Wasser besitzen. Es gehört daher zu den Hölzern, die nicht wie viele leichtere Holzarten zuverlässig auf Wasser schwimmen.
Wie dauerhaft ist Bongossi?
Das Kernholz besitzt eine hohe bis sehr hohe natürliche Dauerhaftigkeit. Je nach Einordnung und Materialbereich werden Dauerhaftigkeitsklassen im Bereich 1 bis 2 angegeben.
Kann Azobé im Erdreich eingesetzt werden?
Geeignetes Kernholz wird aufgrund seiner hohen natürlichen Dauerhaftigkeit für Pfähle und andere Bauteile mit Erd- oder Süßwasserkontakt eingesetzt. Konstruktion und Materialqualität müssen dennoch zum Anwendungsfall passen.
Warum wird Azobé im Wasserbau verwendet?
Hohe Rohdichte, Festigkeit, Verschleißwiderstand und natürliche Dauerhaftigkeit ergeben eine für Hafen-, Brücken- und Wasserbaukonstruktionen besonders interessante Kombination.
Ist Azobé für Meerwasser geeignet?
Das Holz besitzt auch gegenüber verschiedenen marinen Holzzerstörern eine gute Widerstandsfähigkeit. Die tatsächliche Eignung hängt jedoch von Gewässer, Klimazone, Organismen und konstruktiver Situation ab.
Ist Azobé härter als Bangkirai?
Azobé gehört typischerweise zu den noch dichteren und sehr harten Konstruktionshölzern. Bangkirai ist ebenfalls schwer und dauerhaft, besitzt aber einen anderen Eigenschaftsbereich und wird häufiger als Terrassenholz eingesetzt.
Lässt sich Azobé gut bearbeiten?
Nur mit entsprechend leistungsfähigen Maschinen und geeigneten Werkzeugen. Die sehr hohe Dichte und der häufig ausgeprägte Wechseldrehwuchs machen die Bearbeitung deutlich anspruchsvoller als bei klassischen Tischlerhölzern.
Muss Bongossi vorgebohrt werden?
Ja. Bei Schraub- und Nagelverbindungen ist aufgrund der hohen Dichte und Härte ein Vorbohren erforderlich beziehungsweise dringend angezeigt.
Lässt sich Azobé verleimen?
Grundsätzlich ja, die Verklebungsqualität hängt jedoch stark von sauber bearbeiteten Flächen, geeigneter Holzfeuchte und dem verwendeten Klebstoffsystem ab.
Trocknet Azobé schnell?
Nein. Das sehr dichte Holz trocknet langsam und muss technisch besonders schonend getrocknet werden. Bei großen Dimensionen steigt das Risiko von Rissen und Verwerfungen.
Ist Azobé für Möbel geeignet?
Technisch lässt sich das Holz natürlich bearbeiten, für klassischen Möbelbau ist es aufgrund von Gewicht, Härte und Bearbeitungsaufwand jedoch meist wenig sinnvoll. Seine Stärken liegen im schweren konstruktiven Bereich.
Ist Azobé für tragende Bauteile geeignet?
Geeignet sortiertes Material kann für tragende Konstruktionen eingesetzt werden. Die hohen allgemeinen Holzartkennwerte ersetzen jedoch keine Festigkeitssortierung und statische Bemessung.
Ist Azobé eine geschützte Holzart?
Bei der Beschaffung sollten der aktuelle artenschutz- und handelsrechtliche Status sowie Herkunft und Lieferkette produktbezogen geprüft werden. Unabhängig davon gilt die Art hinsichtlich ihres natürlichen Bestandes international als gefährdet.
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